Die Taufe

„Petrus sprach zu ihnen: Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes.“ Apostelgeschichte 2:38

Über die Taufe gibt es verschiedene Meinungen und Lehren. Ursprünglich wurden wohl viele, so wie auch Lidia und ich, auf die katholische Weise als Baby getauft, durch besprenkeln mit Weihwasser. Diese Baby-Taufe wird auch von den Protestanten praktiziert. Andere Kirchen, tauchen drei mal unter, etc. Nun könnte man, durch dieses Durcheinander, zum Schluss kommen, es sei egal, ob, oder wie man getauft wird, Hauptsache ist der Glaube. Natürlich steht am Anfang der persönliche Glaube, aber wie steht es dann mit der Taufe? Für mich massgebend ist die Bibel, als Gottes Wort. Was sagt sie darüber?

Wir lesen im Epheser-Brief 4:5: „Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe“

Also nicht mehrere Taufen, es gibt nur eine richtige Taufe!

Da Gott den freien Willen eines jeden Menschen respektiert und daher ein Mensch sich aus freier Entscheidung taufen lässt, schliesst das die Taufe als Baby schon aus, sie ist deshalb ungültig, biblisch gesehen. Wie kann sich denn ein Baby entscheiden? Aber die Ursünde, mögen einige einwenden und wenn es stirbt, ist es dann gerettet? Ja! Da Jesus am Kreuz für ALLE Sünden starb, ist dabei auch die Ur- oder Erbsünde eingeschlossen.

Nun, wie steht es aber mit dem Verbrecher, der zur Rechten Jesu am Kreuz hing? Dieser war doch durch seinen Glauben gerettet, wie er sich gegenüber Jesu demütig zeigte und ihn bat: „Jesus denke an mich, wenn du in dein Reich kommst.“ Und Jesus sprach zu ihm:

„Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein.“

Eine der berührendsten Stellen der Passion Christi finde ich. Sie zeigt die grenzenlos gütige Liebe, selbst im Leiden dachte er nicht an sich, sondern verschenkte freigiebig seine Gnade, wie es heisst, „denn durch Gnade sind wir gerettet, nicht aus Werken, damit sich nicht einer rühmen könnte.“ So manch einer hat sich wohl deshalb noch in seinem Sterben bekehrt und konnte an jenem „noch heute“ zu Jesu ins Paradies kommen.

Aber … Hand aus Herz, sollten wir diese Entscheidung so lange hinausschieben, bis in den letzten Moment? Es könnte ja mit uns mit einem Schlag vorbei sein. Wer weiss das schon, ausser Gott? Schliesslich ist es ja auch ein Gebot Jesu und er sagte „wer mich liebt, der hält meine Gebote“. Und wer könnte IHN nicht lieben, der sich für uns freiwillig hingegeben hat? Doch nur wenn sich unser Herz, vielleicht durch Lebensumstände, so verhärtet hat, dass wir diese Güte abweisen? Aber so manch ein verhärtetes Herz kann Jesus aufweichen, das ist auch ein grosses Wunder!

Deshalb gilt: die Taufe soll aus persönlicher Entscheidung, durch keinen Zwang, aus freiem Willen jedes Gläubigen geschehen. Die Original-Taufe ist die biblische Wassertaufe, wie sie von Anfang an durchgeführt wurde, durch einmaliges Untertauchen im Wasser. Was bewirkt sie? Etwas sehr Grosses, nämlich ein gutes Gewissen vor Gott:

„Das ist ein Vorbild der Taufe, die jetzt auch euch rettet. Denn in ihr wird nicht der Schmutz vom Leib abgewaschen, sondern wir bitten Gott um ein gutes Gewissen, durch die Auferstehung Jesu Christi“. 1. Petr. 3:18

Von grosser Wichtigkeit ist dabei auch, dass der Name des Herrn Jesus Christus ausgesprochen wird, wie es Petrus am Pfingsttag gepredigt hat und die Apostel so ausgeführt haben. Viele, taufen auf die Formel „Vater, Sohn, Heiliger Geist“. Sie missverstehen dabei den Taufbefehl Jesu aus Matthäus 28:19, lesen wir genau:

„Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“

Jesus sagte also deutlich, „auf den NAMEN“, nicht die drei Titel. Vater, Sohn, Heiliger Geist sind keine Namen, sondern Titel! Denn dies ist eine grosse Offenbarung und Wahrheit: was ist denn der NAME all dieser drei? Es ist der Name des HERRN Jesus Christus! GOTT wurde Mensch um wie wir zu fühlen, zu leiden und wie wir von Sünde versucht zu werden, einfach einer von uns zu werden! Die Jünger verstanden dies richtig und tauften auf den Namen Jesus Christus. Keine einzige gläubig gewordene Person ist deshalb in der Bibel getauft „im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“! Daher sprach Petrus als er vor den Hohepriestern stand und zur Rede gestellt wurde, voll des Heiligen Geistes:

„Und in keinem andern ist das Heil, auch ist kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden.“ Apg. 4:12

Es ist ein aussergewöhnlich schönes Erlebnis so getauft zu werden und Befreiung zu finden. Vor der Taufe, das war meine Busse, hatte ich das starke Bedürfnis vieles Verkehrtes was ich tat und bereute, aber leider nicht mehr ungeschehen machen konnte, wieder „gut zu machen“, indem ich mich bei Menschen denen ich Leid zufügte entschuldigte. Ich ging sogar in einen CD-Shop wo ich einst mit Kollegen aus der Kanti, CD’s geklaut habe und entschuldigte mich dafür. Sie reagierten sehr freundlich und sagten mir erstaunt, sie fänden das extrem mutig von mir und es sei schon gut, ich müsse dafür nichts mehr bezahlen. Solche Erlebnisse hatte ich einige und es war erstaunlich was es mir für Erleichterung verschaffte und ich kann wirklich sehr empfehlen, es nicht aufzuschieben und gründlich und gewissenhaft, am Idealsten, vor der Taufe zu tun. Mein Glaubensweg fing da erst so richtig an. Es ist auch ein öffentliches Bekenntnis zu Jesus. Durch die Gabe des Heiligen Geistes danach, konnte ich Vieles in der Schrift verstehen was mir vorher nicht erschlossen war und er half mir Verkehrtes einzusehen und später begangene Sünden zu bereuen und vor Jesus zu bringen.

Ein wunderbares Zeugnis dazu, wie er eindrücklich Busse tat über eine schwerwiegende Tat, ist die Story des „Bibel-Rauchers“ Wilhelm Buntz, auf YouTube anzusehen.

Nun wünsche ich jedem Leser nach einem Wort aus dem Epheser-Brief:

„Und er gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid“.

Es würde mich sehr freuen, wenn Du auf mich zukommst. Von Herzen bin ich bereit Dich auf die biblische Weise zu taufen.